Die wichtigsten Stationen der europäischen Geschichte

1950

Ein Datum, das Europa veränderte: Am 9. Mai 1950 verkündete der französische Außenminister Robert Schurmann seinen Plan, Europa friedlich zu einigen. Die Stunde Null für die Europäische Einigung schlug im Uhrensaal des französischen Außenministeriums am Quai d'Orsay in Paris.

1951

haben sechs Staaten in Paris den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) unterzeichnet: Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande.

1952

trat erstmals die * Gemeinsame Versammlung* der EGKS in Straßburg zusammen. Mitglieder waren 78 Abgeordnete aus den nationalen Parlamenten der sechs Mitgliedstaaten. Die Versammlung hatte nur * beratende* Funktion, also keine Gesetzgebungsrechte.

1957

gründeten die sechs EGKS-Staaten in Rom die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM).

1958

wurde die Beratende Versammlung der Parlamentarier für alle drei Gemeinschaften zuständig (EGKS, EWG und EURATOM). Sie hatte 142 Abgeordnete, aber nicht mehr Befugnisse als zuvor. Sie gab sich selbst nun den Namen "Europäisches Parlament". In den EG-Verträgen befindet sich diese Bezeichnung erst seit 1986.

1967

wurden die Organe Rat und Kommission, die bis dahin noch für jede der drei Gemeinschaften getrennt aufgetreten waren, zusammengelegt.

1971

erhielt die Gemeinschaft erstmals eigene Einnahme; zuvor war sie durch Beiträge der Mitgliedstaaten finanziert worden. Damit wurde eine Haushaltsgesetzgebung nötig. Deshalb haben die Mitgliedstaaten dem Parlament erstmals gesetzgeberische Befugnisse eingeräumt; es ist seither an Aufstellung und Verabschiedung des Haushalts beteiligt.

1973

wuchs die Gemeinschaft von sechs auf neun Staaten: Dänemark, Großbritannien und Irland wurden Mitglieder.

1979

wurden die Abgeordneten des Europäischen Parlaments zum ersten Mal direkt gewählt.

1981

begann die Süderweiterung der Gemeinschaft mit dem Beitritt Griechenlands. Sie wurde mit den Beitritten von Spanien und Portugal 1986 fortgesetzt.

1986

Die Gründungsverträge der drei Gemeinschaften wurden durch die "Einheitliche Europäische Akte" erstmals umfassend geändert.

1992

wurde durch den "Maastrichter Vertrag" das Europäische Parlament mit neuen Rechten und Kompetenzen ausgestattet. Am 31.12.1992 wurde der Europäische Binnenmarkt vollendet.

1995

wuchs die Gemeinschaft auf 15 Staaten: Finnland, Österreich und Schweden traten bei.

1998

nahm die EU mit sechs Staaten Beitrittsverhandlungen auf: Estland, Polen, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

1999

begann in elf Staaten der Europäischen Union die Währungsunion. Im Mai 1999 trat der "Vertrag von Amsterdam", die dritte grundlegende Änderung der Gründungsverträge, in Kraft. Die Befugnisse des Europäischen Parlaments wurden erneut bedeutend erweitert. Das Mitentscheidungsverfahren wurde in der gemeinsamen Gesetzgebung auf zahlreiche weitere Bereiche ausgedehnt.

Im März 1999 trat die Kommission nach Vorwürfen wegen Missmanagements geschlossen zurück.

2000

erweiterte die EU die Beitrittsverhandlungen auf die Staaten Bulgarien, Lettland, Litauen, Malta, Rumänien und die Slowakische Republik.

2001

wurde der "Vertrag von Nizza" unterzeichnet, die vierte umfassende Änderung der Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaft und der Europäischen Union.

Griechenland trat als zwölfter Staat der Währungsunion bei.

2002

wird die einheitliche Währung Euro als Bargeld eingeführt.

2004

Die zwölf Länder: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechische Republik, Slowakische Republik, Slowenien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Malta und Zypern treten der EU bei.

Hilkenbach Stephanie Jahrgangstufe 11 17 Jahre weiblich