Das Wunder von Bern

Nebenjobs der Jugendlichen zur Unterstützung ihrer Familie zur Nachkriegszeit. ( -> english)

Matthias hilft in der Kneipe
Matthias hilft im Haushalt

Der Film „Das Wunder von Bern“ ist eigentlich kein Film über Nebenverdienstmöglichkeiten in der Nachkriegszeit“. Aber in kleinen Nebenhandlungen wird indirekt deutlich, wie Kinder und Jugendliche Geld verdienten und zum Überleben der Familie auf ihre Art beitrugen:

Der elfjährige, fußballverrückte Matthias sammelt Zigarettenstummel und löst die Tabakreste aus ihnen heraus. Aus diesen  „Abfällen“ dreht er mit frischem Zigarettenpapier neue Zigaretten, die er dann weiterverkauft. So verdient er sich Taschengeld und unterstützt seine Familie finanziell.

Seine Schwester Ingrid hilft ihrer Mutter in der eigenen Kneipe, um ebenfalls für mehr Geld zu sorgen und um ihrer Mutter zu helfen: Sie spült Gläser, zapft Bier, räumt auf, bedient Kunden und arbeitet somit in ihrer Freizeit als Kellnerin.

Der volljährige, älteste Sohn der Familie soll nach dem Willen der Mutter eigentlich eine Lehre machen. Aber er will sein Geld lieber als Musiker verdienen und spielt in einer Tanzband, um seiner Familie nicht so sehr finanziell zu belasten. Diese Band spielt z.B. in Tanzlokalen, wo sich die jugendlichen Deutschen und Besatzersoldaten treffen, tanzen und amüsieren.

In den 50ger Jahren, der „Nachkriegszeit“, gab es viele Familien, in denen die Kinder mit zum Haushalt beitragen mussten, weil die wirtschaftliche Situation miserabel war. In den Städten waren noch immer viele Häuser zerstört, viele Familien hatten ihren ganzen Besitz durch die Bombardierungen verloren. Jeder versuchte im Rahmen seiner Möglichkeiten, etwas zum Lebensunterhalt beizutragen. 

Teilweise war ihre Arbeit sogar eine wichtige Einnahmequelle, weil die Väter arbeitslos oder durch den Krieg so krank waren, dass sie ihren gelernten Beruf nicht mehr ausüben konnten. Für diese Gruppe steht Matthias’ Vater, den die Kriegserfahrungen seelisch krank gemacht haben und der Kneipengast, der im Krieg einen Arm verloren hat.

Diese Beispiele zeigen, wie der Film „Das Wunder von Bern“ neben der Story von der gewonnenen Fußballweltmeisterschaft noch viele interessante kleine Geschichten über das Leben 1954 in Deutschland erzählt.

 

„Das Wunder von Bern“

Side jobs of the Youth to support their families in the post-war time

Matthias is helping in their bar
Matthias is helping at home

The video „Das Wunder von Bern“ isn’t really a film about side jobs in post-war times, but in a few details you can find information about the youth earning money to support their families.

The eleven-year-old boy, who likes soccer, collects cigarettestubs and rolls new cigarettes out of them, which he sells to other people, thus earning money for his family.

His sister Ingrid helps her mother in her own bar to take part of the family’s work. She does the washing-up, taps beer, tidies up the rooms, works as a waitress and sacrifices her free time.

The full age and oldest brother of the family actually should make an apprenticeship, which his mother wants him to do. But he rather wants to earn his money by playing music in a club, where the German youth and the soldiers meet and dance.

In the 50ies, the post-war time, there were families in which the children had to help in the household because of the bad commercial situation. In the cities there were many destroyed houses and many families lost their whole property because of the bombings. Everybody tried to earn some money for his subsistence.